Alles begann im Mai 2005. Mein ehemaliger Gitarrenlehrer lud mich zum Dresdner Bluesfestival ein. Bereits auf der Fahrt dorthin freute ich mich auf ein weiteres Erlebnis in der sächsischen Musikmetropole. Doch dieses Mal gab es Konsequenzen. Mit ein paar Kumpels, Kollegen und Musikern bewegten wir uns am Abend fröhlich in Richtung Dresden- Neustadt. Die Veranstalter wählten dieses Jahr die Tante Ju. Besonderheit der Tante JU ist, wie der Name schon vermuten lässt, ihr Stil. Denn viele Details der Einrichtung und Dekoration erinnern an die bunte und weite Welt der Fliegerei. Eine super Party Location. Die Leute, die hierher kamen, hörten wirklich der Musik zu und ich konnte spüren, wie allen ein Lebensgefühl von Freiheit und Zufriedenheit vermittelt wurde. Unter anderem erlebten wir auch die Bluesconection ERFURT- urige Typen, die sich mit selbstgegerbten Fellen kleiden und gute Musik machen. Grischi, der in einer Schule im Uni- Gelände wohnt(e), lud diese auch am nächsten Tag mit zum traditionellen Frühshoppen in seinen wunderschönen Stadtgarten ein. Es war ein heißer Tag, doch wir konnten unter Schatten spendenen Bäumen die Atmosphäre des Vorabends bei selbstgemachter Musik ausklingen lassen. Mich beeindruckte vor allem dieses Flair, wo Leute ganz zwanglos zusammenkommen und sich mit relativ wenig technischem Aufwand an "handgemachter Musik" erfreuen. Schon nach kurzer Zeit tanzten am hellichten Tag zum Vogelgezwitscher die ersten Gäste fröhlich im Garten. Als stiller Beobachter am Rande dachte ich bei mir: "Das will ich auch!" ...einfache, fröhliche, tanzbare Musik machen. Auf der langen Fahrt von Dresden zurück in mein hessisches Heimatdorf hatte ich genug Zeit, die Eindrücke Revue passieren zu lassen und ich war fest entschlossen, es nicht bei einer schönen Erinnerung zu belassen. 2005 Zu Hause wurde gleich das eigene Equipment gecheckt- und los ging´s. Gitarren und Verstärker wurden abgestaubt. Ich beschloss: Andi sollte singen. Er hatte bereits diverse Gastauftritte in verschiedenen Bands. Er kannte Christof Schöppner aus Steinau, der zunächst unser Schlagzeuger wurde. Der kannte wiederum Familie Reimann, die uns unseren 1. Proberaum zur Verfügung stellte: Der alte Bunker in der ehemaligen Steinauer Post- absolut schalldicht! akustische Belästigungen ausgeschlossen. Im November 2005 kam unser Fetzer mit seinem Bass dazu. Ab und zu muss er seinem Namen alle Ehre geben und lässt die Fetzen fliegen. Januar 2006 gesellte sich Toto am Keybord zu uns. Ab Februar konnten wir Dirk am Schlagzeug und Stefan Heil unseren Tontechniker begrüßen. Seit Juli singt Marie aus USA mit uns. Als uns Andi im September 2007 verließ verloren wir auch unseren Proberaum. In der nächsten Woche durften wir deshalb im TAPP Tonstudio zunächst übergangsweise proben. Hier wurden wir auch herzlich aufgenommen und hatten ideale Bedingungen. Im Gesang werden wir nun von David unterstützt. 2010 ist ein weiteres Jahr der Veränderung, denn nichts ist so beständig wie der Wandel: Dirk beschließt, sich musikalisch mit anderen Kollegen zu probieren. Zum Glück konnten wir gleich Jan überzeugen, für uns zu trommeln. Mit seinem jugendlichen Elan hat er auch neuen Schwung mitgebracht. Leider hat kurz darauf Marie die Band verlassen. Wir wünschen ihr, dass sie neben Familie und Beruf auch weiterhin Freude am Singen hat. Wir hatten nicht lange Zeit zum Trauern, denn unser traditioneller Auftritt im Bürgergardezelt stand kurz bevor und wir wollten unserem guten Ruf gerecht werden. Wir danken Andrea, dass sie sich sehr professionell in kürzester Zeit unser Programm reingezogen hat. Als Schmankerl freuten wir uns auch über Gastmusiker Heinz Berg mit Saxophon und Querflöte á la Jethro Tull. 2011 wollen wir den Spaß am Improvisieren beibehalten und auch getreu unserem Motto die Freude am Musizieren mit anderen teilen. Ein weiterer Musiker will eine andere Facette mit uns probieren. So stehen jetzt auch einige STONES Titel auf dem Programm mit Heiko Panzof Unterstützung.

Story zum Namen:

Andi sandte mir eine SMS mit unseren Anfangsbuchstaben. Das Ergebnis konnte man leider nicht aussprechen. Unser damaliger Proberaum in der ehemaligen Post animierte uns zu dem Begriff "STEMPEL", den wir ja eigentlich nicht aufgedrückt bekommen wollten. Deshalb haben wir aus "stamped" den Designernamen STAMPD gemacht. Und diesen wollen wir jetzt auch nicht mehr loswerden und hoffen bei weiteren Konzerten vielen Zuhören "unseren Stempel" aufdrücken zu können ;-) Philosophie: Wir sind überzeugt, mit unserer Musik ein fröhliches Lebensgefühl zu vermitteln. Wir wollen in dieser coolen Zeit Emotionen wecken, und dass jeder sagen kann: Es ist schön zu leben!